Chronik

Auszug aus der Chronik         1929 - 2010

 

Am 7. Mai 1929 gründete Herr Anton Schöpfer sen. († 1981) die Ortsmusik Mariatrost. An diesem Tag sollte Anton S. und sein Kollege Hans Tüchler mit dem Fahrrad in die Obersteiermark fahren, das sie einen Posten im Bergwerk erhalten sollten. Beide wurden aber von einem Musikkollegen davon abgehalten und im selben Jahr wurde dann die Ortsmusik Mariatrost gegründet.

(Gründer der Ortsmusik Mariatrost)

Von den neun Gründungsmitgliedern war Rupert Plasch († 2006) am längsten bei der Musik. Er spielte bis zu seinem 92. Lebenjahr als Klarinettist mit. Während des Krieges gab es nur wenige Auftritte, weil viele Musiker an  die Front mussten.

(Erster Obmann der Ortsmusik Mariatrost)

Die Kameradschaft war aber schon immer so gut, dass alle Musiker, die von der Front auf Urlaub in die Heimat kamen, zuerst ihren Kapellmeister Anton Schöpfer besuchten und erst dann zu ihren Familien nach Hause gingen. Nach dem Krieg dauerte es noch einige Zeit bis die Musik wieder einigermaßen spielfähig war.

Den Namen „Ortsmusik Mariatrost“ bekam der Verein am28. März 1948. Von 1958 bis 1998 stand mit Ernst Vogl dem Verein ein Protektot vor. In diesem Zeitraum hat sich der Verein ständig weiterentwickelt und viele Musiker und Mitglieder traten dem Verein bei.

Die Musiker wurden insgesamt 4 mal neu eingekleidet, das letzte Mal im Jahr 1993.

In den 80iger Jahren wurden vier große Zeltfeste mit Blasmusiktreffen veranstaltet, welche die Basis für unser neues Musikheim legten. Von 1980 bis 1993 wurden Konzertreisen nach Deutschland, Ungarn und Kroatien durchgeführt. Das Vereinsheim war ab 1946 beim GH Gruber, weitere Probenräume waren in GH Dobrounigg, Mosser und Stadtegger. Ab 1984 bis 2003 in der Volksschule Mariatrost.

(Büdingen 1981)

Mit Obm Karl Kunter wurde ab 1997 mit der intensiven Jugendausbildung begonnen. Davon konnten wir eine Vielzahl an Jungmusiker gewinnen.

1996 Ankauf der aufgelassenen Milchsammelstelle Mariatrost für den Umbau in einen Proben- und Unterrichtsraum für Musikschüler. Einreichung im April 1999

Mit dem Obm. Wagner wurde der Musikheim Neubau, Beginn 2000 in Angriff genommen welcher 2003 soweit fertig gestellt wurde das die Musik darin proben konnte. Viele kleinere und größere Arbeiten wurden in den folgenden Jahren abgearbeitet. Akustikeinrichtung für den Unterrichtsraum,  Einrichtung für den Seminarraum und Nebenräume. Ebenso konnte der Außenbereich stabfrei ausgeführt werden.

Anfang 2000 konnten auch die ersten Jungmusiker schon bei kleineren Veranstaltungen mitspielen und ein Generationswechsel wurde somit eingeleitet.

Mit Spiel in kleinen Gruppen wurden die Jungmusiker an die Kapelle herangeführt und bis heute konnten in allen Registern Schüler ausgebildet werden.

2008 Teilnahme nach langer Zeit an einer Konzertwertung in Graz mit einem sehrguten Erfolg in der Stufe B.
2009 konnte bei der KW ein ausgezeichneter Erfolg in der Stufe B erreicht werden.

Die Ortsmusik feierte 80 jähriges Gründungsjubiläum mit einem zwei Tageszeltfest und mit einer Marschwertung am Sportplatz Mariatrost. Erstmals wurde überhaupt an einer Marschwertung unter Stabführer Benedikt Schwarz teilgenommen. Ein sehr guter Erfolg war das Ergebnis.

Ingesamt traten 7 Musikkapellen an, die beste Wertung erzielte der MV Straden mit einem ausgezeichneten Erfolg in der Stufe E. Insgesamt besuchten 14 Kapellen dieses Jubiläum mit ca. 350 Musikern an den 2 Tagen.

 

Ehrung:

 

Durch diese Teilnahmen konnte die OMM, unter Obm. Wagner und Kpm. Schwarz,  erstmals den „Steirischen Panther“ im Mai 2010 in der alten Universität vom LH Voves und Blasmusikreferent Schützenhöfer in Empfang nehmen.

(Steirischer Panther)

 


 

Bauchronik

 

Wegen angedrohter Kündigung und akutem Platzmangel konnten wir die letzten Jahre nur mehr in einer volleingerichteten Klasse mit vielen Lernbehelfen notdürftig proben. Dieser Zustand war untragbar und ein ordentlicher Probenbetrieb, der den heutigen Anforderungen entspricht, war nicht mehr möglich.

Im Jahr 1994 ergriffen Protektor Ernst Vogl und unser Musiker Herbert Luttenberger die Initiative und leiteten den Ankauf der aufgelassenen Milchsammelstelle in der Wenisbucherstrasse 2 ein.
Dies war ein Meilenstein in der Geschichte der Ortmusik.

(Sammelstelle)

Nach ausführlicher Vorplanung, durch Modelle veranschaulicht von Herrn Rudolf Pucher und Detailplanung durch Günter Pucher, konnte mit der bauausführenden Firma Marx im April 1999 der Plan fertiggestellt werden. Nach der Einreichung der Pläne und der notwendigen bau- und wasserrechtlichen Kommissionierung im Februar 2000, konnte schließlich mit dem Zu- und Umbau im August desselben Jahres begonnen werden.

(Kunter und Luttenberger)

Unsere beiden aktiven Musiker Herbert Luttenberger und Karl Kunter waren die treibenden Kräfte in der Rohbauphase und brachten viele Stunden an Eigenleistung ein.

Im 1. Jahr (2000) wurde zuerst das alte Gebäude umgebaut. Wir schafften bis zum Winter den Rohbau mit der Eindeckung des bestehenden und des neuen Gebäudes. Dabei waren auch viele freiwillige Helfer aus Mariatrost am Werk.

(Rohbau)

Im 2. Jahr (2001) wurden folgende Arbeiten durchgeführt: Rohinstallation (Wasser, Heizung, Elektrik), Sanitäranlage, Fenster und Innenputz.

Diese Arbeiten und der zügige Baufortschritt war nur durch die großzügige finanzielle Unterstützung unserer Frau LH Waltraud Klasnic möglich.

Im 3. Jahr (2002) folgten: Trockenausbau, Sanitäreinrichtung, Komplettierung der Heizung, Elektrik, Estrich, Stiegenaufgang, Isolierung, Böden in den Nebenräumen, Akustikausbau und Aussenputz.

In diesem Jahr erhielten wir größere Spenden und Subventionen
vom Blasmusikverband:      LH-Stv. D.I. Leopold Schöggl
und der Stadt Graz:            Bgm. Alfred Stingl

Einen besonderen große Spende erhielten wir von Franz Stoiser
(Fa. Fliesenstoiser).

Am 23. Juni veranstalteten wir einen Tag der offenen Tür, wobei sich unser Freunde und Gönner über den Baufortschritt informieren konnten. Gleichzeitig starteten wir unsere Bausteinaktion.

 

(Musikheim im Winter)

Im 4. Jahr (2003) begannen wir mit der Inneneinrichtung für den Unterrichtsraum. Die Gestaltung der Aussenanlagen und Parkplätze konnten abgeschlossen werden. Der Holzboden für den Probenraum wurde verlegt und das Podest eingebaut. Die notwendigen akustischen Einbauten werden nach erfordelichen Messungen in Etappen fertiggestellt.

 

Technische Daten:

 

Auf dem ca. 900 m² großen Grundstück wurden 245 m² verbaut; die Nutzfläche für den  Proben-, Unterrichts- und Gemeinschaftsraum ist 215 m². Die Neben

räume mit Küche, Heiz-, Sanitär-, Abstellraum sowie Gang, Foyer und Stiege betragen 85 m². Mit dem Dachboden haben wir über 300 m² Nutzfläche.

 

Bauausführende Firmen:

 

  • Baufirma                                         Ing. Herbert Marx
  • Trockenausbau                               Strohmeier
  • Holzbau                                          Hass
  • Dachdecker und Spengler               Spitzer / Weiz
  • Installateur                                     Gritsch -Graz
  • Heizung                                          Vaillant
  • Elektrik                                           AET – Ing. Josef Schwarz
  • Fliesen                                            Franz Stoiser
  • Kunststoffboden                             Hutter Willi
  • Holzboden                                      Parketten Fritz
  • Einrichtung                                     Franz Hiebler
  • Feuerschutztüren und Podest         Nobert Feldbaumer
  • Fenster und Türen                          Internorm Bartl & Berger
  • Aussenputz                                    Preininger - Höf
  • Einrichtung                                     Michael Vogl
  • Innenputz                                       Glettler

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